[00:00.000] 作词 : Friedrich Hölderlin[00:00.423] 作曲 : Mikhail Petukhov[00:00.847]“Heidelberg”[00:03.796]Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,[00:08.698]Mutter nennen, und dir schenken ein kunstlos Lied,[00:12.513]Du, der Vaterlandsstädte[00:15.767]Ländlichschönste, so viel ich sah.[00:18.432]Wie der Vogel des Walds über die Gipfel fliegt,[00:22.101]Schwingt sich über den Strom, wo er vorbei dir glänzt,[00:25.714]Leicht und kräftig die Brücke,[00:28.953]Die von Wagen und Menschen tönt.[00:31.778]Wie von Göttern gesandt, fesselt' ein Zauber einst[00:36.014]Auf die Brücke mich an, da ich vorüber ging,[00:38.522]Und herein in die Berge[00:40.554]Mir die reizende Ferne schien,[00:43.052]Und der Jüngling, der Strom, fort in die Ebne zog,[00:48.332]Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön,[00:54.081]Liebend unterzugehen,[00:56.240]In die Fluten der Zeit sich wirft.[00:59.164]Quellen hattest du ihm, hattest dem Flüchtigen[01:03.497]Kühle Schatten geschenkt, und die Gestade sahn[01:06.967]All ihm nach, und es bebte[01:09.057]Aus den Wellen ihr lieblich Bild.[01:12.511]Aber schwer in das Tal hing die gigantische,[01:16.367]Schicksalskundige Burg nieder bis auf den Grund,[01:19.930]Von den Wettern zerrissen;[01:22.121]Doch die ewige Sonne goß[01:25.408]Ihr verjüngendes Licht über das alternde[01:27.702]Riesenbild, und umher grünte lebendiger[01:30.839]Efeu; freundliche Wälder[01:33.250]Rauschten über die Burg herab.[01:35.298]Sträuche blühten herab, bis wo im heitern Tal,[01:40.740]An den Hügel gelehnt, oder dem Ufer hold,[01:45.700]Deine fröhlichen Gassen[01:48.791]Unter duftenden Gärten ruhn.