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An den Äther - Matthias Lühn.mp3

An den Äther - Matthias Lühn.mp3
An den Äther - Matthias Lühn
[00:01.750]“An den Aether...
[00:01.750]“An den Aether”
[00:04.386]Treu und freundlich, wie du, erzog der Götter und Menschen
[00:09.394]Keiner, o Vater Aether! mich auf; noch ehe die Mutter
[00:15.692]In die Arme mich nahm und ihre Brüste mich tränkten,
[00:19.431]Faßtest du zärtlich mich an und gossest himmlischen Trank mir,
[00:25.856]Mir den heiligen Othem zuerst in den keimenden Busen.
[00:31.369]Nicht von irdischer Kost gedeihen einzig die Wesen,
[00:36.638]Aber du nährst sie all' mit deinem Nektar, o Vater!
[00:41.811]Und es drängt sich und rinnt aus deiner ewigen Fülle
[00:46.192]Die beseelende Luft durch alle Röhren des Lebens.
[00:50.951]Darum lieben die Wesen dich auch und ringen und streben
[00:56.049]Unaufhörlich hinauf nach dir in freudigem Wachstum.
[01:02.416]Himmlischer! sucht nicht dich mit ihren Augen die Pflanze,
[01:08.534]Streckt nach dir die schüchternen Arme der niedrige Strauch nicht?
[01:13.263]Daß er dich finde, zerbricht der gefangene Same die Hülse,
[01:17.546]Daß er belebt von dir in deiner Welle sich bade,
[01:22.357]Schüttelt der Wald den Schnee wie ein überlästig Gewand ab.
[01:28.258]Auch die Fische kommen herauf und hüpfen verlangend
[01:32.824]Über die glänzende Fläche des Stroms, als begehrten auch diese
[01:36.458]Aus der Wiege zu dir; auch den edeln Tieren der Erde
[01:40.714]Wird zum Fluge der Schritt, wenn oft das gewaltige Sehnen,
[01:45.109]Die geheime Liebe zu dir, sie ergreift, sie hinaufzieht.
[01:51.468]Stolz verachtet den Boden das Roß, wie gebogener Stahl strebt
[01:55.811]In die Höhe sein Hals, mit der Hufe berührt es den Sand kaum.
[02:00.219]Wie zum Scherze, berührt der Fuß der Hirsche den Grashalm,
[02:04.510]Hüpft, wie ein Zephyr, über den Bach, der reißend hinabschäumt,
[02:09.007]Hin und wieder und schweift kaum sichtbar durch die Gebüsche.
[02:14.538]Aber des Aethers Lieblinge, sie, die glücklichen Vögel,
[02:21.382]Wohnen und spielen vergnügt in der ewigen Halle des Vaters!
[02:24.908]Raums genug ist für alle. Der Pfad ist keinem bezeichnet,
[02:31.626]Und es regen sich frei im Hause die Großen und Kleinen.
[02:35.709]Über dem Haupte frohlocken sie mir und es sehnt sich auch mein Herz
[02:42.027]Wunderbar zu ihnen hinauf; wie die freundliche Heimat
[02:47.275]Winkt es von oben herab und auf die Gipfel der Alpen
[02:51.652]Möcht' ich wandern und rufen von da dem eilenden Adler,
[02:55.241]Daß er, wie einst in die Arme des Zeus den seligen Knaben,
[03:00.334]Aus der Gefangenschaft in des Aethers Halle mich trage.
[03:08.425]Töricht treiben wir uns umher; wie die irrende Rebe,
[03:14.398]Wenn ihr der Stab gebricht, woran zum Himmel sie aufwächst,
[03:18.932]Breiten wir über dem Boden uns aus und suchen und wandern
[03:24.361]Durch die Zonen der Erd', o Vater Aether! vergebens,
[03:30.560]Denn es treibt uns die Lust, in deinen Gärten zu wohnen.
[03:36.826]In die Meersflut werfen wir uns, in den freieren Ebnen
[03:41.890]Uns zu sättigen, und es umspielt die unendliche Woge
[03:46.245]Unsern Kiel, es freut sich das Herz an den Kräften des Meergotts.
[03:53.088]Dennoch genügt ihm nicht; denn der tiefere Ozean reizt uns,
[04:02.567]Wo die leichtere Welle sich regt — o wer dort an jene
[04:09.609]Goldnen Küsten das wandernde Schiff zu treiben vermöchte!
[04:16.417]Aber indes ich hinauf in die dämmernde Ferne mich sehne,
[04:23.605]Wo du fremde Gestad' umfängst mit der bläulichen Woge,
[04:27.204]Kömmst du säuselnd herab von des Fruchtbaums blühenden Wipfeln,
[04:34.792]Vater Aether! und sänftigest selbst das strebende Herz mir,
[04:42.275]Und ich lebe nun gern, wie zuvor, mit den Blumen der Erde.
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